Die Ära vor dem iPhone

Vom analogen Mobilfunk bis zum iPhone 2007: die Meilensteine der Mobilgeräte – vom IBM Simon über den Nokia Communicator bis zu den ersten Kamera-, WAP-, UMTS- und GPS-Handys.

Bis zum ersten iPhone 2007 vergeht einige Zeit. Aus dem analogen Mobilfunk muss erst ein digitales Netz werden. Die ersten tragbaren Mobiltelefone gibt es seit Beginn der 1980er Jahre – bis zum „Smartphone“ ist es aber noch ein weiter Weg.

Erstes Smartphone 1992. IBM denkt über viele weitere Funktionen nach, die ein Mobiltelefon haben könnte. Warum nicht einen tragbaren Computer bauen: E-Mails versenden, Faxe verschicken, Adressbuch und Kalender verwalten, Spiele spielen? Und das alles über einen Touchscreen – der IBM Simon!

Erster Communicator 1996. Nokia bringt den „Nokia 9000 Communicator“ auf den Markt: einen Mini-Computer inklusive Mobiltelefon. Mit HTML-fähigem Browser, Intel-386er-Prozessor und acht MB RAM. Das Gehäuse wurde seitlich aufgeklappt; auf dem Deckel befand sich das LCD, auf der Unterschale die QWERTZ-Tastatur.

Die Antenne verschwindet 1998. Das erste Handy ohne außenstehende Antenne erscheint. Erstmals wurde die Antenne vollständig ins Gehäuse integriert – ein Design, das typisch für einige Nokia-Handys wurde.

Die erste Kamera 1999. Das Toshiba Camesse konnte zunächst nur telefonieren, verfügte aber über eine eingebaute Digitalkamera und startete den Trend. Drei Jahre später begannen auch andere Hersteller, Kameras zu verbauen – allerdings mit fragwürdiger Bildqualität. Erst das Sharp GX30 hatte 2004 eine 1-Megapixel-Kamera.

Das erste WAP-fähige Handy 1999. WAP (Wireless Application Protocol) war damals ein riesiger Hype: Internet auf dem Mobiltelefon! Webseiten wurden zusätzlich im WAP-Format angeboten – klein, schmal, schlank. Aber: WAP scheiterte kläglich.

Der erste Musicplayer 2001. Siemens bringt das erste Handy mit integriertem MP3-Player. Die Musik konnte auf einer wechselbaren MMC-Speicherkarte abgelegt werden. Erstmals konnten Nutzerinnen und Nutzer „eigene“ Musik auf dem Mobilgerät anhören – bislang gab es nur Radioempfang.

Das erste BlackBerry 2002. Die Firma „Research in Motion“ bietet Geräte für das mobile Büro an: vollwertige QWERTZ-Tastatur, besonderer Push-Maildienst mit Zugriff auf das „Büro-Outlook“. Das BlackBerry wurde zum nahezu unverzichtbaren Accessoire für Business-Leute.

Das erste Video-Handy 2003. Smartphones mit Kamera sind schon Standard – aber Videos noch nicht. Nun kommt das erste Smartphone mit Videofunktion: wenige Minuten in schlechter Qualität, aber es geht los!

Das erste UMTS-Phone 2004. Erstmals kann man sinnvoll unterwegs surfen. In UMTS-Netzen kann eine Funkfrequenz von mehreren Anwendern gleichzeitig genutzt werden, sodass für jeden Kunden eine höhere Datenübertragungsrate zur Verfügung steht.

Das erste GPS-Phone 2005. Nun kann man mit dem Handy den eigenen Standort ermitteln. Im Siemens SXG75 war erstmals ein GPS-Empfänger eingebaut. Mit GPS lässt sich die Position bis auf wenige Meter genau bestimmen – Navigations-Funktionen und Proximity-Services wurden technisch möglich.

Das erste iPhone 2007. Apple bringt sein erstes Smartphone auf den Markt. Der Clou liegt nicht so sehr in den Hardware-Komponenten, sondern im Betriebssystem iOS. Erstmals gibt es ein echtes „Smartphone“ – ein Gerät, das alle Komponenten sinnvoll und „seamlessly“ verbindet.