Das Problem: Zufallsredaktion
Kennen Sie das Muster? Montag erscheint ein Produktpost, weil ein Kollege gerade Zeit hatte. Mittwoch folgt ein Glückwunsch zum Jubiläum einer Mitarbeiterin. Freitag drückt die PR-Abteilung eine Pressemitteilung durch den Social-Media-Kanal. Und nächste Woche dasselbe, in anderer Reihenfolge.
Das ist Zufallsredaktion. Kein roter Faden, keine Wiedererkennbarkeit. Niemand weiß nach einem Jahr, wofür diese Organisation kommunikativ eigentlich steht. Und das Schlimmste: Niemand im Team kann Nein sagen – weil es keinen Maßstab gibt, an dem man ein Nein festmachen könnte.
Die Lösung ist kein Redaktionsplan. Der kommt später. Zuerst braucht es Struktur. Zuerst braucht es eine Themenarchitektur.
Vier Ebenen, ein roter Faden
Eine Themenarchitektur ist kein Organigramm und keine Inhaltsübersicht. Sie ist ein Ordnungsprinzip: Vier Ebenen, die zeigen, wie eine einzelne Nachricht mit der großen Idee Ihrer Organisation zusammenhängt.
- Themenfeld: Das große Thema, für das Sie stehen wollen – z. B. „Stadtgrün & Umwelt". Zwei bis vier Themenfelder sind genug. Mehr bedeutet: Sie stehen für nichts.
- Thema: Ein konkreter Aspekt des Themenfelds – z. B. „Stadtbäume & Begrünung". Hier wird es spürbar und planbar.
- Story: Ein erzählbares Ereignis oder eine Geschichte – z. B. „1.000 neue Bäume – Pflanzaktion startet". Hier entsteht der Anlass für einen Beitrag.
- Beitrag: Das einzelne Posting, die Pressemitteilung, der Newsletter-Absatz.
Jeder Beitrag hängt an einer Story. Jede Story gehört einem Thema. Jedes Thema liegt in einem Themenfeld. Und alle Themenfelder zahlen auf eine Leitidee ein. Das ist der rote Faden.
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