Kommunikationskonzept erstellen – in 15 Schritten zum fertigen Konzept

Ein Kommunikationskonzept ist der schriftliche Plan, der festlegt, wer mit welcher Botschaft über welche Kanäle mit welchem Ziel kommuniziert – und woran der Erfolg gemessen wird. Dieser kostenlose Wizard führt Sie durch alle 15 Bausteine: von der Auftragsklärung über SWOT-Analyse, Zielgruppen und SMART-Ziele bis zu Maßnahmen, Budget und Evaluation. Am Ende steht ein druckfertiges Konzept.

Kostenlos · ohne Anmeldung · alle Eingaben bleiben im Browser und werden nicht übertragen · Ergebnis als Druck oder PDF · Was in ein Kommunikationskonzept gehört

Beispiel laden: füllt alle 15 Schritte mit einem Muster-Konzept für Ihr eigenes Konzept
Briefing

Schritt 1: Auftragsklärung & Briefing

Am Anfang steht der Auftrag. Klären Sie, wer das Konzept braucht, worum es geht – und warum überhaupt Kommunikationsbedarf entsteht.

→ Mehr: Die Phasen eines Kommunikationskonzepts
Wer erteilt den Auftrag intern oder extern?
In welcher Funktion erstellen Sie das Konzept?
Was hat Sie dazu bewogen, dieses Konzept jetzt zu erstellen?
Welches konkrete Problem oder welche Aufgabe soll die Kommunikation lösen?
Auslöser, Ziele, Erwartungen – der Grund hinter dem Auftrag.
In welchen Bereichen, Touchpoints oder Zielgruppen zeigt er sich?
Briefing

Schritt 2: Rebriefing

Das Rebriefing spiegelt den Auftrag zurück: Sie ordnen ein, was Sie verstanden haben, benennen offene Punkte und antizipieren die Fragen Ihrer Stakeholder.

Fassen Sie den Auftrag in eigenen Worten zusammen (Rebriefing-Kern).
Womit rechnen Sie, wo fehlen Informationen?
Was müssen Sie klären, bevor Sie loslegen?
Die Erfolgskriterien aus Auftraggeber-Sicht – Basis für Ihre späteren KPIs.
Antizipieren Sie die kritischen Fragen aus dem Umfeld – sie prägen Ihre Argumentation.
Analyse

Schritt 3: Analyse

Bevor Sie Ziele setzen, brauchen Sie ein klares Bild der Ausgangslage: Stärken und Schwächen (intern), Chancen und Risiken (extern) sowie das Umfeld.

→ Mehr: SWOT-Analyse → Mehr: PESTEL-Umfeldanalyse
Verknüpfen Sie die Felder: Wo trifft Stärke auf Chance, wo Schwäche auf Risiko? Daraus entstehen Ihre vier Stoßrichtungen.
Politische, ökonomische, soziale, technologische, ökologische und rechtliche Rahmenbedingungen.
Wie wird heute kommuniziert? Was funktioniert, was nicht?
Analyse

Schritt 4: Stakeholder-Mapping

Ordnen Sie Ihre Anspruchsgruppen nach Einfluss und Interesse ein. So erkennen Sie, wen Sie eng einbinden, informieren oder beobachten müssen.

→ Mehr: Stakeholder verstehen mit CATWOE
Analyse

Schritt 5: Zielgruppen & Personas

Aus den Stakeholdern werden konkrete Zielgruppen. Verdichten Sie die wichtigsten zu Personas – bis zu drei.

→ Mehr: Kenne deine User
Ziele

Schritt 6: SMART-Ziele

Ein gutes Kommunikationsziel ist Spezifisch, Messbar, Attraktiv, Realistisch und Terminiert.

→ Mehr: SMARTe Ziele formulieren
Wir erreichen „…" bis …, gemessen an: ….
Gute Konzepte trennen die Wirkungsstufen: erst Wissen (kognitiv), dann Einstellung (affektiv), dann Verhalten (konativ).
Strategie

Schritt 7: Strategie & Golden Circle

Die Strategie ist der rote Faden zwischen Zielen und Maßnahmen. Klären Sie zuerst das Warum – dann folgen Positionierung und Leitidee.

→ Mehr: Golden Circle → Mehr: Strategie entwickeln
Woran glaubt Ihre Organisation? Was würde fehlen, wenn es Sie nicht gäbe?
Wie leben Sie diesen Glauben im Alltag?
Was bieten Sie konkret an?
Wofür sollen Sie in den Köpfen Ihrer Zielgruppen stehen?
Der zentrale Gedanke in einem Satz.
Strategie

Schritt 8: Kernbotschaft

Ihre Kernbotschaft ist das Herzstück – sie muss auf alle Kanäle passen und alle Zielgruppen ansprechen.

→ Mehr: Von der Botschaft zum Themenhaus
Womit machen Sie die Botschaft glaubwürdig? Je Beleg eine Zeile: Fakten, Zahlen, Referenzen, Zertifikate, Testimonials.
Kreation

Schritt 9: Slogan, Key Visual & Key Narrative

Die kreative Klammer macht Ihre Strategie erlebbar: ein prägnanter Claim, ein wiedererkennbares Bildmotiv und die übergreifende Geschichte.

Kurz, merkfähig, auf den Punkt.
Sammeln Sie 2–3 Varianten zum Testen.
Beschreiben Sie das zentrale Bildmotiv: Bildwelt, Farben, Look & Feel.
Die durchgängige Erzählung, die alle Botschaften verbindet – idealerweise mit Held, Konflikt und Wandel.
Wie klingt Ihre Kommunikation? (z. B. sachlich, nahbar, mutig)
Umsetzung

Schritt 10: Kanäle & Content-Mix

Wählen Sie, wie intensiv Sie die vier PESO-Kanäle bespielen – und wie Sie Ihren Content nach dem 3H-Modell strukturieren.

→ Mehr: PESO-Modell → Mehr: 3H-Modell

PESO-Kanalstrategie

KanalPriorität
Paid
Earned
Shared
Owned

3H-Content-Mix

Content-TypFrequenzHauptformat
Hero
Hub
Hygiene
Umsetzung

Schritt 11: Maßnahmen & Distribution

Jetzt wird die Strategie konkret: Welche Maßnahmen setzen Sie um, auf welchen Themen bauen Sie auf, und wie verteilen Sie Inhalte?

→ Mehr: Themenarchitektur aufbauen
Konkrete Maßnahmen mit Ziel, Kanal, Zeitraum und grobem Budget.
Die Themenfelder, die Sie dauerhaft bespielen wollen.
Kanäle, Formate, Häufigkeit und Verantwortliche.
Bis wann muss was beauftragt, produziert und freigegeben sein – und wer verantwortet es?
Umsetzung

Schritt 12: CSR & Corporate Citizenship

Gesellschaftliches Engagement zahlt auf Reputation und Purpose ein – wenn es glaubwürdig ist und zur Marke passt. Optional, aber wirkungsvoll.

Ressourcen

Schritt 13: Budget & Ressourcen

Legen Sie fest, wie viel Budget Sie einsetzen und wer im Team welche Aufgaben übernimmt.

Die Summe sollte 100 % ergeben.
Summe: 100 %
Wer ist für die Umsetzung verantwortlich?
Evaluation

Schritt 14: Evaluation & KPIs

Wie messen Sie, ob Ihre Kommunikation wirkt? Definieren Sie konkrete Kennzahlen und Messrhythmen.

→ Mehr: KPIs richtig wählen
Kennzahlen, Sollwerte und Messmethoden.
Wie fließen Erkenntnisse zurück ins Konzept?
Steuerung

Schritt 15: Krisen-Playbook & Leitlinien

Was, wenn es schwierig wird? Bereiten Sie kritische Themen, Reaktionen und verbindliche Sprachregeln vor – bevor der Ernstfall Sie überrascht.

Welche Angriffsflächen, Einwände oder Krisenszenarien gibt es – und wie reagieren Sie vorbereitet darauf?
Wer entscheidet, wer spricht, wie schnell, über welche Kanäle?
Wie nennen wir die Dinge – und wie nicht? Bevorzugte Begriffe, Tabuwörter, Schreibweisen.

Ihr Kommunikationskonzept

Ihr Konzept ist fertig. Sie können es jetzt drucken oder als PDF speichern.

Was ist ein Kommunikationskonzept?

Ein Kommunikationskonzept ist ein schriftlich ausgearbeiteter Plan, der die Kommunikation einer Organisation für einen bestimmten Zeitraum oder ein bestimmtes Vorhaben ordnet. Es beantwortet fünf Fragen in dieser Reihenfolge: Wo stehen wir? Was wollen wir erreichen? Wen wollen wir erreichen? Was sagen wir – und über welche Kanäle? Und woran merken wir, ob es gewirkt hat? Erst diese Kette macht aus einzelnen Maßnahmen ein Konzept.

Häufig verwechselt wird das Konzept mit der Kommunikationsstrategie. Die Strategie beschreibt den grundsätzlichen Weg – Positionierung, Ansatz, Leitidee. Das Konzept ist das umfassendere Dokument: Es enthält die Strategie, bettet sie aber in Analyse, Ziele, Botschaft, Maßnahmen, Budget und Evaluation ein. Wer nur eine Strategie hat, hat noch keinen Plan; wer nur Maßnahmen hat, hat keine Begründung. Mehr dazu in der Übersicht Kommunikationsstrategie und in Die Phasen eines Kommunikationskonzepts.

Die 15 Schritte des Wizards im Überblick

Ablaufgrafik: die neun Phasen eines Kommunikationskonzepts – Briefing (Schritt 1–2), Analyse (3–5), Ziele (6), Strategie (7–8), Kreation (9), Umsetzung (10–12), Ressourcen (13), Evaluation (14) und Steuerung (15).
Die 15 Schritte des Wizards gruppieren sich in neun Phasen – vom Briefing bis zur Steuerung.
  1. Auftragsklärung & Briefing. Klären, wer das Konzept braucht, welches Problem die Kommunikation lösen soll und warum überhaupt Kommunikationsbedarf entsteht. Die Phasen eines Kommunikationskonzepts.
  2. Rebriefing. Den Auftrag in eigenen Worten spiegeln, Rückfragen sammeln und festhalten, woran der Auftraggeber Erfolg festmacht.
  3. Analyse: SWOT und Umfeld. Stärken und Schwächen (intern) sowie Chancen und Risiken (extern) erfassen, dazu das Umfeld nach PESTEL und den Ist-Zustand der Kommunikation. SWOT-Analyse.
  4. Stakeholder-Mapping. Alle relevanten Anspruchsgruppen nach Einfluss, Interesse und Haltung einordnen und je Gruppe eine Umgangsstrategie festlegen.
  5. Zielgruppen & Personas. Aus den Stakeholdern die Kommunikationszielgruppen ableiten und als Personas mit Bedürfnissen, Mediennutzung und Vorbehalten beschreiben. Kenne deine User.
  6. SMART-Ziele. Kommunikationsziele spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch und terminiert formulieren – getrennt nach kognitiver, affektiver und konativer Wirkungsebene. SMARTe Ziele.
  7. Strategie & Golden Circle. Positionierung, strategischen Ansatz und Leitidee bestimmen und mit Warum, Wie und Was den Kern der Argumentation schärfen. Der Golden Circle.
  8. Kernbotschaft. Die eine Botschaft formulieren, die hängen bleiben soll – mit Belegen (Reason to believe), die sie tragfähig machen. Von der Botschaft zum Themenhaus.
  9. Slogan, Key Visual & Key Narrative. Die kreative Umsetzung: Claim, visuelles Leitmotiv, erzählerischer Rahmen und Tonalität. Der Story Circle.
  10. Kanäle & Content-Mix. Kanäle nach PESO (Paid, Earned, Shared, Owned) auswählen und die Inhalte nach dem 3H-Modell in Hero, Hub und Hygiene aufteilen. Das PESO-Modell.
  11. Maßnahmen & Distribution. Den Maßnahmenkatalog aufbauen, jede Maßnahme einer Zielgruppe zuordnen und in einen Redaktionsplan mit Meilensteinen überführen. Themenarchitektur.
  12. CSR & Corporate Citizenship. Optionaler Schritt: gesellschaftliches Engagement als Handlungsfeld einbinden, statt es der Kommunikation nachträglich anzuhängen.
  13. Budget & Ressourcen. Mittel, Team, Zuständigkeiten und Vorlaufzeiten realistisch planen – der Punkt, an dem ambitionierte Konzepte am häufigsten scheitern.
  14. Evaluation & KPIs. Kennzahlen je Wirkungsstufe festlegen (Output, Outcome, Outflow), Ausgangswerte notieren und Messintervalle bestimmen. KPIs richtig wählen.
  15. Krisen-Playbook & Leitlinien. Kritische Szenarien vorwegdenken, Eskalations- und Freigabewege festlegen sowie Sprachregelungen mit Do’s und Don’ts hinterlegen.

Jeder Schritt lässt sich einzeln bearbeiten und jederzeit erneut aufrufen. Der Wizard speichert den Zwischenstand im Browser, sodass die Arbeit an einem Konzept über mehrere Sitzungen verteilt werden kann. Drei vollständig ausgefüllte Beispiele – ein Lebensmittelhersteller, eine Tourismus-Fusion und eine kommunale Krisenvorsorge – zeigen, wie ein fertiges Konzept aussieht.

Häufige Fragen zum Kommunikationskonzept

Was ist ein Kommunikationskonzept?

Ein Kommunikationskonzept ist der schriftlich ausgearbeitete Plan, der festlegt, wer mit welcher Botschaft über welche Kanäle mit welchem Ziel kommuniziert – und woran der Erfolg gemessen wird. Es verbindet die Analyse der Ausgangslage mit Zielen, Strategie, Botschaft, Maßnahmen, Budget und Evaluation zu einem nachvollziehbaren Ganzen.

Was gehört in ein Kommunikationskonzept?

In der Praxis bewährt sind neun Bausteine: Auftrag und Briefing, Analyse der Ausgangslage (SWOT und Umfeld), Stakeholder und Zielgruppen, SMART formulierte Ziele, Strategie und Positionierung, Kernbotschaft, Kreation (Claim, Key Visual, Narrativ), Maßnahmen und Kanäle sowie Budget und Evaluation. Wer eines dieser Elemente auslässt, bekommt spätestens bei der Erfolgsmessung ein Problem.

Was ist der Unterschied zwischen Kommunikationsstrategie und Kommunikationskonzept?

Die Strategie beantwortet die Frage nach dem Weg: Wie wollen wir das Ziel grundsätzlich erreichen, mit welcher Positionierung und welchem Ansatz? Das Konzept ist das umfassendere Dokument – es enthält die Strategie, bettet sie aber in Analyse, Ziele, Botschaft, Maßnahmen, Budget und Evaluation ein. Kurz: Die Strategie ist ein Kapitel des Konzepts, nicht sein Ersatz.

Wie lange dauert es, ein Kommunikationskonzept zu erstellen?

Ein erster vollständiger Durchgang durch alle 15 Schritte dieses Wizards dauert erfahrungsgemäß ein bis zwei Stunden. Der Zeitfresser ist nicht das Schreiben, sondern die Analyse: Wer Stakeholder, Ist-Zustand und Zahlen erst noch erheben muss, sollte für ein belastbares Konzept mehrere Tage bis Wochen einplanen.

Ist der Kommunikationskonzept-Wizard kostenlos?

Ja. Der Wizard ist kostenlos und ohne Anmeldung nutzbar. Alle Eingaben bleiben im Speicher des eigenen Browsers und werden nicht an einen Server übertragen; das Ergebnis lässt sich direkt als Druck oder PDF ausgeben.

Kann ich das fertige Konzept exportieren?

Am Ende steht eine zusammenhängende Konzeptansicht, die sich über die Druckfunktion des Browsers als PDF speichern oder ausdrucken lässt. Das Druck-Layout blendet Formular und Navigation aus, gedruckt wird ausschließlich das fertige Konzept.

Die Methoden hinter den Schritten

Wer den Wizard entwickelt hat

Harald Ille, M.A. ist Kommunikationsberater und Journalist. Er war unter anderem stellvertretender Leiter der Unternehmenskommunikation und begleitet seit Jahren Unternehmen, Hochschulen und öffentliche Einrichtungen bei Kommunikationskonzepten und digitaler Kommunikation. Als Lehrbeauftragter unterrichtet er an der SRH Hochschule Heidelberg und der Universität Heidelberg, außerdem als Trainer der Haufe Akademie.

Der Wizard bündelt den Ablauf, den er in Beratung und Lehre verwendet – dieselbe Systematik, nach der die Studierenden ihre Konzepte aufbauen. Lebenslauf · Veröffentlichungen · Kontakt